Ausschließlich positive Reaktion aus der Oberstufe gab es auf den diesjährigen Studieninformationstag des djd-netzwerks. Mit Stefanie Neufeld, Bundesagentur für Arbeit, und Madlen Ottenschläger, Autorin des Sachbuchs "Das Uni-Einmaleins. Studieren - Alles, was man wissen muss", waren gleich zwei Expertinnen vertreten, die den Schülerinnen der Oberstufe einen Blick hinter die Kulissen des Hochschulstudiums erlaubten. In Anschluss an deren Vorträge vertiefte eine Podiumsdiskussion grundsätzliche Fragen, bevor die Schülerinnen am Nachmittag in je zwei Workshops akademische Disziplinen ihrer Wahl kennenlernen konnten.
Ab 9 Uhr begrüßten Schulleiterin OStD' Renate Gammel und Moderatorin Susanne Krones die Schülerinnen und die Referentinnen. Im Anschluss gab Stefanie Neufeld, Abiturientenberaterin der Bundesagentur für Arbeit und selbst Abiturientin des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums, einen Überblick über die Möglichkeiten, die Schülerinnen mit Abi haben. Denn die sind vielfältig: Von klassischer Lehre über "abigerechte" Ausbildung, von den Vorbereitungsprüfungen für den öffentlichen Dienst über Berufsakademien und Stammhauslehre bis zur Fachhochschule und Universität reichen die Alternativen, die Neufeld vorstellte. Dabei wurden jeweils sowohl die Anforderungsprofile deutlich, die die einzelnen Studien- und Ausbildungsgänge erfordern, als auch die Perspektiven danach, die sie eröffnen. Einen anderen, sehr persönlichen Blick auf die Zeit nach der Schule warf Madlen Ottenschläger, Journalistin mit Schwerpunkt Bildung und Autorin des Sachbuchs "Das Uni-Einmaleins. Studieren - alles, was man wissen muss", das im Februar 2008 erscheinen wird und an diesem Samstag seine Premiere feiern konnte: Madlen Ottenschläger studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität Kommunikationswissenschaft, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Nach Praktika, u.a. beim Stern und bei der Stuttgarter Zeitung, arbeitete sie als freie Journalistin mit Schwerpunkt Bildung, in erster Linie und regelmäßig für die ZEIT. Sie war Redakteurin des jährlichen ZEIT-Studienführers und ist heute Redakteurin im Dossier der Brigitte in Hamburg. Die anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Susanne Krones, gab Raum, die Fragen zu diskutieren, die sich unabhängig vom Studienfach in jedem Studium stellen: die Suche nach dem richtigen Studienort, die schwierige Frage, welches Fach zu mir passt, die Besonderheiten wissenschaftlichen Arbeitens in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, der Praxisbezug des Studiums, den es in vielen Disziplinen durch Praktika selbst herzustellen gilt. Besonders die Frage der Studienfinanzierung durch BaföG, vor allem aber auch durch Stipendien interessierte die Schülerinnen. Am Nachmittag hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, nach eigener Schwerpunktsetzung Studienfächer und Berufe kennenzulernen. Diszipinen wie Psychologie, BWL, Informatik, Jura, Lehramt für Gymnasien und Grundschulen, Journalismus, Kulturwirtschaft und Literaturwissenschaften standen auf dem Programm. Für alle, die nach dem Abitur nicht direkt in Studium oder Ausbildung starten möchten, gaben Johanna Bechtl (Abitur 2006) und Regina Endres (Abitur 2006) Erfahrungsberichte zu den Themen Soziales Jahr und Auslandsaufenthalt. Bei der abschließenden Feedbackrunde waren die Reaktionen, die Organisatorin Katja Kramer, djd-netzwerk, von den Schülerinnen bekam, ausschließlich positiv. Keine Frage, dass das außergewöhnliche Projekt auch im Schuljahr 2008/09 eine Neuauflage erleben wird! |